Demografie-Analyse Oberfranken

Flächendeckende Analyse demografischer Strukturen

Die Idee

Um unsere künftigen Aktivitäten und Projekte möglichst zielgerichtet und bedarfsorientiert zu konzipieren und zu gestalten, möchten wir im Rahmen einer Untersuchung erarbeiten, welche demografische Situation der Regierungsbezirk Oberfranken und seine Teilräume aufweisen. Es handelt sich dabei um eine flächendeckende Analyse demografischer Strukturen und bestehender Maßnahmen zur Schaffung demografiefester Strukturen in den oberfränkischen Kommunen unter Berücksichtigung bestehender Fachveröffentlichungen, Gutachten, Konzepte, etc.

Aus den Ergebnissen der Erhebung soll ein "Oberfranken-Profil" entwickelt werden, auf dessen Grundlage dem Demografie-Kompetenzzentrum Oberfranken und den oberfränkischen Kommunen konkrete Handlungsempfehlungen geliefert werden, um ihre jeweiligen Aktivitäten und Projekte auf die künftigen Herausforderungen anzupassen.

Mit der Durchführung der Analyse, deren Auswertung und der daraus resultierenden Handlungsempfehlungen wurde die CIMA Beratung + Management GmbH und CIMA Institut für Regionalwirtschaft GmbH beauftragt. 

Ziele 

  • Flächendeckende Analyse von Herausforderungen und Chancen des demografischen Wandels auf kommunaler Ebene 
  • Typisierung der oberfränkischen Kommunen, die ähnliche Strukturen, Voraussetzungen und Herausforderungen vorweisen (Demografie-Typen)
  • Identifizierung von Handlungsansätzen, Strategien und Maßnahmen zur aktiven Gestaltung und Bewältigung des demografischen Wandels
  • Ausarbeitung eines praxisorientierten Handlungsleitfadens, der dem Demografie-Kompetenzzentrum Oberfranken und den oberfränkischen Kommunen eine Handlungsorientierung für die Zukunft gibt, wie sie die Herausforderungen des demografischen Wandels erfolgreich meistern können

Bausteine 

Sekundäranalyse

Analyse bestehender Konzepte, Gutachten und Daten. Die Sekundäranalyse diente im Wesentlichen dazu, einen Überblick über die unterschiedlichen Problemstellungen und Voraussetzungen zu erhalten und in einem nächsten Schritt die oberfränkischen Kommunen mit Hilfe einer Clusteranalyse zu typisieren. Der Fokus liegt auf der Identifikation von relevanten Kriterien, die aufzeigen, welche Kommunen den demografischen Wandel erfolgreich gestalten. Kurze Bestandsaufnahme auf der Basis von ausgewählten Indikatoren der amtlichen Statistik des Bayerischen Landesamtes für Statistik

· Demografische Entwicklung

· Bildungsangebote vor Ort

· Wirtschaftliche Struktur und Entwicklung

· Wohnsituation und Nahversorgung

· Gesundheitsversorgung

· Mobilität und Verkehr

· Jugendorientierte Inhalte

· Miteinander, Ehrenamt und kulturelle Teilhabe

Typisierung der Kommunen

Ziel war die Typisierung aller oberfränkischen Kommunen, die auf Basis der sekundärstatistischen Analyse und der Ergebnisse der schriftlichen Befragung ähnliche Strukturen, Voraussetzungen und Herausforderungen vorweisen (Demografie-Typen).

Typ 1:  „Stabile ländliche Räume mit starker Wohnfunktion“ (95 Gemeinden)

Typ 2: „Regionale Arbeitsmarktzentren“ (19 Gemeinden)

Typ 3: „Räume mit besonderen Herausforderungen“ (62 Gemeinden)

Typ 4: „Prosperierende Räume mit Wohnfunktion“ (32 Gemeinden)

Typ 5: „Städte mit übergeordneten Zentralfunktionen“ ( 6 Gemeinden)

Befragung Kommunen (digital)

Schriftliche Befragung der 210 kreisangehörigen Gemeinden und der vier kreisfreien Städte sowie der neun Landkreise anhand eines strukturierten digitalen Fragebogens über

- Ermittlung der zentralen Halte- und Bleibefaktoren der Bürger und Rückkehrer

- Bisherige Maßnahmen und Projekte zur Bewältigung des demografischen Wandels

- Identifikation von erfolgreichen Projekten

- Einschätzung von Erfolgsfaktoren und Hemmnissen

- Künftige Herausforderungen

- Künftige Projekte und Maßnahmen

- Unterstützungsbedarfe 

140 Kommunen haben an der Umfrage teilgenommen (65%).

Qualitative Primärerhebung

Für die einzelnen Cluster/Demografie-Typen wurden Interviews mit Schlüsselpersonen einzelner Kommunen geführt, um die kommunalen Strategien und Handlungsansätze vertiefend zu betrachten. Primäres Ziel war die Identifizierung von Erfolgsfaktoren und Best Practice-Beispielen der einzelnen Kommunen. Die Befragung erfolgte in Form leitfadengestützter Interviews durch die Projektleitung und Berater.

Folgende 17 Best-Practice Kommunen wurden identifiziert: 

Kunreuth, Mainleus, Stammbach, Steinwiesen, Ahorn, Neustadt bei Coburg, Ebersdorf Coburg, Schlüsselfeld, Strullendorf, Niederfüllbach, Ebermannstadt, Lichtenberg, Nordhalben, Teuschnitz, Thurnau, Wallenfels, Weißenstadt

Typ-Steckbriefe (inkl. SWOT-Analyse)

Für jeden Typ wird ein Steckbrief mit den jeweiligen relevanten Faktoren zur Beschreibung des entsprechenden Demografie-Typs erstellt. Im Rahmen einer Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken-Bilanz (SWOT) fließen die Ergebnisse der Primär- und Sekundärerhebungen mit ein. Die Steckbriefe skizzieren u.a. die besonderen Herausforderungen, aber auch die Erfolgsfaktoren der einzelnen Demografie-Typen.

Praxisorientierter Handlungsleitfaden

Ableitung von Handlungserfordernissen sowie erfolgsversprechenden Maßnahmen und Projekten zur Bewältigung und aktiven Gestaltung des demografischen Wandels. Die Typ-Steckbriefe werden um entsprechende Handlungsempfehlungen und Beispiele ergänzt und bilden somit die Grundlage für den Handlungsleitfaden. Der praxisorientierte Handlungsleitfaden beinhaltet neben den Strategien und Handlungsansätzen für die einzelnen Demografie-Typen auch eine Best Practice-Sammlung erfolgreicher Maßnahmen von (oberfränkischen) Kommunen sowie eine Gesamtstrategie für Oberfranken.

Image Oberfrankens

Beim 1. Demografie-Forum in Thurnau (10.11.2022) wurden die wichtigsten Eckpunkte dieser Analyse präsentiert. Gemeinsam mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern wurden erfolgreiche Beispiele beleuchtet und neue Projektansätze erarbeitet.

Ihre Ansprechpartnerinnen

Im DemKo

Sandra Wolf

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